Gewässerschadenhaftpflicht

Jun 10th, 2011 | By admin | Category: Allgemein

Obwohl es in Deutschland über sechs Millionen Ölheizungen gibt, haben nur die wenigsten Hausbesitzer eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung. Wenn Heizöl ausläuft werden dabei nicht nur der Boden, sondern auch das Grundwasser verseucht. Es entstehen erhebliche Umweltschäden. Umgangssprachlich spricht man auch von einer Öltankversicherung.

Die Gewässerschadenhaftpflicht übernimmt die Schäden von Privatpersonen, die durch das Eindringen von gewässerschädlichen Stoffen in das Grundwasser entsteht. Dazu gehört zum Beispiel Heizöl oder verschiedene Seifen und Laugen.
Auch die Kosten, die der Geschädigte für zu Abwendung von Schäden ausgegeben hat, sind mitversichert und werden übernommen.

Eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung empfiehlt sich für Häuser mit Ölheizung und dazugehörigen Heizöltanks.
Der Betreiber des Öltanks muss für alle Schäden haften, die durch diesen – auch ohne eigenes Verschulden – entstanden sind. Dazu gehören auch die Sanierungskosten. Der Besitzer haftet sogar dann, wenn der Tank ordnungsgemäß gewartet wurde.

Die Kosten:
Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung ist billiger als man denkt. Für unter 25 Euro im Jahr kann man einen oberirdischen 3000-Liter-Tank bereits versichern lassen. Allgemein richtet sich der Preis nach Größe und Fassungsvermögen des Tanks, der gewählten Deckungssummer und dem Standort des Öltanks (zum Beispiel unterirdisch oder oberirdisch).

Wenn der oder die Öltanks in einem vermieteten Mehrfamilienhaus stehen, sollte man nicht nur an die Gewässerschadenhaftpflicht denken, sondern auch an eine Gebäudehaftpflichtversicherung. In der Regel ist das eigene Haus in der privaten Haftpflichtversicherung enthalten, ein vermietetes Mehrfamilienhaus benötigt aber einen eigenen Versicherungsschutz. Auch hier sind Kosten nicht besonders hoch. Sie bekommen eine leistungsstarke Gebäudehaftpflichtversicherung schon unter 60 Euro im Jahr.